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Die Geistheilung

Ich sitze hier, erlebe mein Leben nach der Wandlung. So viele Jahre der Dunkelheit und jetzt frage ich mich nur an welcher Stelle ich anfange zu erzählen und wie weit diese Beschreibung persönlich wird. Denn das war die Heilung wirklich - sehr persönlich.

Während der Geistheilung waren 11 Medien anwesend. Zusammen mit dem Geistheiler waren zwölf Menschen mit mir in dem Stuhlkreis, eingebunden in ein in sich geschlossenes Energiefeld. Im Prinzip werden verschiedene Anteile der Persönlichkeit von Medien übernommen, drücken sie aus und sprechen für sie. Wie die Männer und Frauen das genau machen? Keine Ahnung, aber irgendwie machen sie sich selbst zu einem "Werkzeug" und blenden die eigene Persönlichkeit aus.

Jedes Medium personifizierte einen Anteil, wie z.B.: das Ego,  die innere Frau, das innere Kind, die Rationalität, die Emotionalität, (ab hier werde ich mir unsicher über die genaue Bezeichnung) Geistkörper, Seele, physischer Körper und als weiteres Element „Das Akasha Buch“ oder die Akasha-Chroniken. Dazu möchte ich noch sagen, dass ich während der gesamten Geistheilung als Ganzes denken und fühlen  konnte. Und doch erkannte ich mich in jedem der Medien, das anteilig für mich sprach selbst wieder.  Ein sehr guter Freund war dabei. Er hatte auch ein solche „Aufstellung“ hinter sich und meinte: "Die antworteten wie aus der Pistole geschossen, genau wie ich dich kenne."

Ich denke jede Heilung läuft anders ab. Bei mir war der erste Teil, die Bestandsaufnahme. Wie sieht es in dem Menschen aus? Dazu wird (soweit es geht) jeder Anteil direkt befragt, wie er sich fühlt.

DAS war bei mir katastrophal. Das Medium des physischen Körpers ist sofort vom Stuhl gefallen und blieb, bis zum Ende der ersten Sitzung, reglos am Boden liegen. Egal wie kühl ich vorher auch war, wenn einer deiner Persönlichkeitsanteile wortlos umkippt, schockt es. Inneres Kind und innere Frau schlangen die  Arme um sich und sagten sie wären wie tot und nicht vorhanden.

Der Geistkörper hatte so gut wie keine Verbindung zu allen anderen Elementen. Er war sehr einsam.
Das Ego war nur wütend und betonte unentwegt: "Ich könnt kotzen!".
Die Seele wurde als in einem Käfig eingesperrter, rastloser Panther in einer tiefen dunklen Höhle versinnbildlicht, der alles ihn nahe kommende angreifen würde.
Die Emotionalität war ein wimmerndes Häuflein Elend mit Worten wie "ich ertrage das nicht mehr... ich halte die Last auf meinen Schultern nicht mehr aus."
ABER über allem thronte mit allem abwehrenden, ausgebreiteten Armen, sowie arrogant und selbstsicher erhobenen Kopf die Rationalität. Sie unterbrach jeden beim Sprechen. Zum Teil auch mit deutlichen Handbewegungen, die anzeigten, dass die Anderen ruhig sein sollten, denn sie zählen nicht. Sie beherrschte das gesamte Geschehen, sie war omnipräsent, sie antwortete meistens, sie blockte alles und fühlte sich sauwohl und vollkommen berechtigt beim Unterdrücken jeder Form von Gefühl egal von welcher Seite es kam.

Mir als ganze Persönlichkeit wurde langsam unwohl bei diesem Anblick. Die Medien reagierten zeitgleich und drückten es aus, aber meine sowie die andere dargestellte (eben auch mein) Ich-Rationalität unterdrückten jede Form von Gefühl und gaben dumme Kommentare ab. Laut dem Geistheiler: Galgenhumor. Und DAS war nur die Bestandsaufnahme der Persönlichkeit! Ich glaubte wahrzunehmen, das ein unausgesprochenes "Ohje" im Raum lag. Denn für eine erfolgreiche Geistheilung müssen oder sollten alle Persönlichkeitsanteile an einem Strang ziehen.

Der zweite Teil bestand in der Öffnung des Akasha Buches. Wichtig um zu sehen welche vorherigen Leben bei dieser Heilung eine Rolle spielen. Um es kurz zu machen: meine vorherigen Reinkarnationen hatten nur Erfolg und Zielerreichung im Sinn. Zu allem Überfluss waren es bisher auch immer Männer. Gefühle, Familie oder Liebe spielten keine Rolle. Dem Erfolg als Politiker und Wissenschaftler, kalt und emotionslos, galt ihr ganzes Streben. Dabei gingen sie direkt und indirekt über viele viele Menschenleben. In meinem letzten Leben kamen ein paar richtig schwerwiegende Verbrechen dazu. Ich erspare mir hier die Details ...  es ist so schon schlimm genug.    

Nach dieser Beschreibung sagte Das Akasha Buch welche Aufgabe ich in diesem Leben habe: Familie, Liebe geben und empfangen. Dinge die selbstverständlich sind .... wenn man Fühlen kann.

Damit fingen die Probleme erst richtig an. Von mir wurde erwartet zumindest Mitgefühl mit meinen früheren Opfern zu zeigen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich selbst nicht verstehen warum ich es nicht konnte. Ich war verhältnismäßig kühl - klar betroffen ... irgendwie. Ich  wäre gern in Tränen ausgebrochen, aber ich konnte es nicht. Als ob eine unüberwindbare Mauer um mein Herz gebaut worden wäre. Ich nahm sie zwar wahr, aber durchbrechen konnte ich sie nicht. Und genau hier lag das Problem: die Barriere, die ich seit einiger Zeit wahrnahm und die mich kaum Gefühle wahrnehmen ließ. Aus jetziger Sicht kann ich sagen, ich wusste zu diesen Zeitpunkt gar nicht mehr wie sich Gefühle überhaupt anfühlen. Ich kannte nur den unbestimmten Schatten den sie in der Ratio hinterlassen.

Der Geistheiler versuchte irgendwie diese Mauer zu durchbrechen. Endlos diskutierte er mit der Ratio. Irgendwann sah er keinen anderen Weg mehr, als mich mit einem meiner Opfer aus dem letzten Leben zu konfrontieren, aber auch das scheiterte. Ich hätte so gerne Gefühle gezeigt oder am liebsten geheuchelt, nur um endlich Ruhe vor diesen Scheiß zu haben. Doch wenn die Medien einen repräsentieren, liegt die Seele bloß – SIE sprechen gleichzeitig mit dir. Lügen und Heuchelei ist nicht möglich und hätte mir auch nicht geholfen... . Dann kündigte der Geistheiler an, die Heilung zu beenden, weil er so wie es aussieht nicht helfen kann. Wo keine Gefühle sind und scheinbar auch keine echte Bereitschaft sie zuzulassen, kann er nichts machen. Dann fing mein Emotionaler-Anteil an zu diskutieren: Mit einem "Ich bin doch hier was willst du denn noch"-Tenor. Der Ratio war es egal und fand das eh alles jämmerlich. Warum auch, die anderen waren eh nicht vorhanden. Am Abschluss fragte er noch einmal jeden, ob sie etwas fühlen. ALLE bis auf den Geistkörper sagten nein. Dann war Schluss, die Medien wurden wieder sie selbst.

Jeder der Medien vermittelte noch mal in eigener Meinung was er davon hielt. Die Grundmeinung war erschreckend aggressiv mir gegenüber. Denn „ich könnte froh sein, dass mir die Gnade gewährt wurde, dieses katastrophale Bild meines Selbst gesehen zu haben“. Mir als Ganzes, mir als Mensch wurde dabei langsam bewusst welche Chance ich vergeben hatte. Ich sah die Felle davonschwimmen und dachte für mich: `so wie jetzt will ich aber nicht mehr weiter Leben`. Man sah mir tatsächlich verzweifelte Gefühle an, aber die Mauer war trotzdem unüberwindlich. Der Geistheiler "gab mir einen Vorschlag zur Güte": ich sollte ein, zwei Stunden im Wald spazieren gehen, mir Gedanken zu machen und dann wiederzukommen. Er würde versuchen mich zwischen den späteren Terminen nochmal irgendwo unterzubringen.

Kurz gesagt: Während langen Gesprächen mit meinem guten Freund gelang es mir den Hooverdamm oder diese riesige Mauer erst zum Bröckeln und dann zum Einstürzen zu bringen. Es war schwer, sehr schwer, aber ich bin diesen Schritt gegangen. Hat sich angefühlt wie ein tiefer Fall, unter hämischen Zurufen der Ratio: du bist so jämmerlich. In Gedanken stand ich auf einer Klippe und blickte auf das Wolkenmeer unter mir. Hinter mir waren die Schatten meiner Angst so nahe, das sie mich fast hätten zerreißen können. Als ich sprang, brach die Mauer. Der Mensch der auf dem Boden aufschlug, war nicht mehr der Gleiche, der wieder aufstand.   

Die zweite Sitzung hatte den gleichen Ablauf wie die erste, nur das das Akasha Buch nicht noch einmal alles vortragen musste. Aber diesmal war das Ende anders: Heilung gelungen - der erste Schritt ist getan. Das Akasha Buch schließt und ein neuer Lebensabschnitt frei von der Last des Alten ist möglich.

Ich gehe gerade diesen neuen Weg weiter. Seid das vorbei ist habe ich das Gefühl ein Ameisenhaufen verbirgt sich in meiner Brust. Das Herz-Chakra schmerzt gewaltig, aber es ist da. Egal ob positive oder negative Gefühle - es tut sehr weh. Ich gewöhne mich langsam daran zu fühlen und unvermittelt vor Freude oder Traurigkeit den Tränen nahe zu sein oder ganz einfach in sie auszubrechen. Ich wusste nicht, dass man Musik mit dem Herzen hören oder einen Sonnenuntergang zum Weinen schön finden oder bei Nachrichten Gänsehaut kriegen kann. Ich sehe vieles zum ersten Mal und akklimatisiere mich in dieser Welt.

Mein guter Freund sagte noch: "Bedaure nicht was war, freue dich auf das was kommt!" 

 

(Geschichte nach einer persönlichen Erzählung)

16.10.13 23:20
 


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